Restspannung – ein Körper, der erinnert

Ein leiser Abdruck im Körper, der bleibt, auch wenn die Erinnerung fehlt.

Graue minimalistische Oberfläche, weicher Schatten, kühle ruhige Textur, ohne Menschen.
Etwas zieht sich zusammen, bevor ich weiß, warum.

Der Atem fällt flach, als würde er Abstand messen. Die Schultern halten eine minimale Vorspannung, kaum sichtbar, aber konstant. Im Nacken ein leiser Druck, der an frühere Räume erinnert. Das Licht ist neutral, aber der Körper liest darin eine alte Temperatur.

Ich bewege mich langsam, um die Reaktion nicht zu verlieren.

Vielleicht kennst du dieses kurzes Innehalten, wenn etwas Unsichtbares im Körper aufsteigt. Der Moment, in dem kein Gedanke passt, aber die Muskeln wissen, was zu tun ist. Wir reagieren auf Dinge, die wir nicht erinnern – nur wiedererkennen.

Es ist kein Alarm, nur ein Rest. Eine Spur von damals, die ohne Inhalt zurückkehrt. Der Körper merkt es zuerst, der Kopf erst später. Dazwischen liegt der kleine Abstand, in dem ich funktioniere.

Manchmal ist Erinnerung nur ein Muskelton.